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Hauptstraße 29 3492 Etsdorf Tel. 02735/5454; Fax 02735/54544 E-mail: hs.grafenegg@noeschule.at
Schulprojekt
„Niederösterreichische Modellschule“ gemäß
Modellbeschreibung
„Vom NÖ Schulmodell zur
Niederösterreichischen
Mittelschule“ 1.
Standort 2. Ausgangssituation 3. Grundsatzüberlegungen
4. Standortbezogene
Entwicklungsarbeit im pädagogischen Bereich ·
Übergang zu
innerer Differenzierung ·
Bildung von
Lehrerteams ·
Neue
Zeitstrukturen der Unterrichtsorganisation ·
Schule als
Lernort ·
Fachübergreifender,
projektorientierter Unterricht ·
Neue Formen der
Leistungsbewertung und Leistungsbeurteilung ·
Kinder - Eltern
- Lehrer - Gespräche ·
Aktive
Nahtstellenarbeit mit der Volksschule 5.
Weitere
Schwerpunkte des Standortes im Bereich der Schulentwicklung und des
Unterrichts
1.
Ausgangssituation Ø Die Hauptschule Grafenegg versteht sich als „Landschule mit familiärem Charakter“. Ø Mit dem Schulversuch 45-Minuten-Einheiten seit 2005/2006 wurden zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, das Angebot an unserer Hauptschule individueller zu gestalten. Speziell in den letzten beiden Schuljahren wurde mit einem von den Fachkoordinatorinnen und der Schulleitung gemeinsam erarbeiteten Förderkonzept - zusätzliche Unterrichtseinheiten in M, D und E als Stütz-, Übungs- bzw. Förder-einheiten sowie Teamteaching – der Weg in Richtung NMS entwickelt. Speziell das Teamteaching in M, D und E in der nachfolgenden Modellschule Grafenegg ist ohne die Ressourcen der 45-Minuten-Einheiten nicht zu organisieren, aber unverzichtbar. Die Lehrkräfte des Schulstandortes sind mit diesem Modell vertraut und werden dieses auch weiter tragen. Ø Die Organisation der frei werdenden Restzeiten wird in der Folge neu organisiert und fließt so in die NÖ Mittelschule Grafenegg ein. Ø Seit dem Schuljahr 2009/2010 stehen zusätzlich noch speziell geschulte Peer-Mediatoren (SchülerInnen) und Peer-Coaches (LehrerInnen) an der Schule für individuelle Betreuung zur Verfügung. Das Aufgabengebiet der Peer-Mediatoren wird derzeit gerade erweitert und neu definiert. Ø Alle KollegInnen wurden in einem gemeinsamen Seminarblock von zwölf Einheiten mit dem Methodentraining nach Dr. Klippert vertraut gemacht. In der Folge werden im kommenden Schuljahr 2011/2012 die Blöcke Kommunikations- und Teamtraining angeboten. Damit wird bereits ab September 2011 in den ersten Klassen ein Teil der Unterrichtsarbeit nach der Methode Dr. Klippert erfolgen. Ø In der ersten Unterrichtswoche wird bei drei Kennenlerntagen der 5. Schulstufe das neue soziale Gefüge „erprobt“. Neben gemeinsamen Aktivitäten – Wanderung, Spiele, usw. – die den Teamgeist fördern sollen, werden auch die Elemente des Methodentrainings nach Dr. Klippert bereits geschult. Dafür ist eine 100% Teilnahme der SchülerInnen erforderlich. Ø Im Rahmen der KKK–Stunde (Kooperation, Kommunikation, Konfliktlösung) werden weiterführend in allen Schulstufen die Selbst- und Sozialkompetenz ge-schult. Das Erlernen von Konfliktlösungsstrategien ist dabei wesentlicher Inhalt. Verhaltensauffälligkeiten werden gemeinsam mit dem Klassenvorstand besprochen und einer Lösung zugeführt. Ø Spezielle schulische Akzente des Standortes finden sich gleichlautend unter Punkt 5. Der österreichischen Schullandschaft steht im Bereich der Schulen der 10-14-Jährigen in den nächsten Jahren eine große Umstellung bevor. Ein erster Schritt dabei ist die Um- gestaltung der bisherigen Hauptschulen in Neue Mittelschulen. Ziel dieser Schulreform-maßnahmen ist, die Bildungsbasis aller Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Ø Mehr Schülerinnen und Schüler sollen für qualifizierte Bildungslaufbahnen be-fähigt werden. Ø Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die mit zu geringen Kenntnissen die Schule verlassen, soll verringert werden. Unter diesem Gesichtspunkt planen wir daher, mit Beginn des Schuljahres 2011/12 in diese Entwicklungsarbeit einzusteigen. Unsere Schule soll ab diesem Zeitpunkt bewusst und geplant wichtige Elemente der inhaltlichen Arbeit der Niederösterreichischen Mittelschulen übernehmen und damit „NÖ Modellschule“ werden. Die Umsetzung der Intentionen der NÖ Mittelschule sollen durch den für die Schule angesuchten und bereits organisierten Schulversuch „Hauptschule ohne Leistungsgruppen“ unterstützt werden. Das gemeinsame Lernen aller Schülerinnen und Schüler soll damit besonders unterstützt werden. Der
an der Schule seit 2005/2006 durchgeführte und sehr erfolgreiche
„Schulversuch zur Zeitgestaltung“ soll zusätzliche Lehrerressourcen
zur Erhöhung der Betreuungsdichte für die Schülerinnen und Schüler
schaffen. 3.
Standortbezogene
Entwicklungsarbeit im pädagogischen Bereich Alle standortbezogenen Maßnahmen im Unterrichtsbereich streben ein ausgeprägtes und erkennbares System der Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts an. Im Hinblick auf den Systemumstieg in Richtung „Neue Mittelschule“ sind längere Phasen des gemeinsamen Lernens mit einer Neuorientierung des leistungsdifferenzierten Unterrichts in Richtung „Innere Differenzierung“ vorgesehen. Im
Einzelnen sind von der Schule folgende Umsetzungsmaßnahmen geplant: ·
Übergang
zu innerer Differenzierung Ø In D, M und E wird ab dem Schuljahr 2011/12 im Klassenverband mit Zweilehrersystem und innerer Differenzierung unterrichtet. Die Einstufung in Leistungsgruppen kann auf ausdrücklichen Wunsch der Erziehungsberechtigten nach Rücksprache mit den unterrichtenden LehrerInnen erfolgen. Ø In allen drei Gegenständen wird über individuelle Lernzielrückmeldungen der Aspekt des (für den Schüler/die Schülerin) erkennbaren Dazulernens in den Mittelpunkt der Leistungsrückmeldungen gerückt. ·
Bildung
von Lehrerteams Beim Lehrereinsatz wird darauf geachtet, dass kleine Jahrgangsteams mit Lehrer/inne/n mit möglichst großer Stundenanzahl – geprüfte Gegenstände, Förderunterricht, fächerüber-greifender Unterricht, freie Lernphasen, Projektunterricht, Interessen- und Begabungs-förderung – gebildet werden. Dies soll klarere Verantwortungszuordnung für Unterrichts- und Erziehungsarbeit ermöglichen. Unterrichtsplanung und –dokumentation sollen dadurch erleichtert werden. Aus den beiden KlassenvorständInnen, einer von der Schule eingesetzten „Lerndesignerin“ und je einem/r HauptfachlehrerIn wird ein Team zur besseren Steuerung und Koordination der Unterrichtsprozesse eingesetzt. Das Team besteht aus mindestens drei Personen. ·
Neue
Zeitstrukturen der Unterrichtsorganisation Ø Der Unterricht wird – wo immer organisatorisch möglich – in Doppelstunden geplant. Der bereits laufende Schulversuch mit der 45-Minuten-Einheit wird fortgesetzt. Ø Die Pausenglocke wird ausschließlich für den Beginn einer Stundeneinheit eingesetzt. Das inkludiert Einzel- und Doppelstunden. Ø Offenes Lernen mit fächerübergreifendem Unterricht wird in Form einer Wandereinheit (Doppelstunde) in den ersten 4 Tageseinheiten organisiert. Ø Klassenvorständ/inn/e/n oder deren Stellvertreter/inne/n sollen am Montag in der ersten und Freitag in der letzten Einheit in der Klasse eingesetzt werden. Damit wird eine Vor- bzw. Nachbesprechung der Unterrichtswoche ermöglicht. Eine dieser Einheiten dient wie bisher dem Sozialen Lernen. ·
Schule
als Lernort Wir
streben an, dass ein großer Anteil der Unterrichtszeit für Lernen zur
Verfügung steht. Dieses Lernen soll durch Lehrerinnen und Lehrer aktiv
unterstützt werden. Folgende konkrete Maßnahmen sind geplant: Ø Selbstständiges Lernen/Arbeiten als Unterrichtsgrundsatz in Doppelstunden
o Methodenkompetenz o Kommunikationsfähigkeit o Teamfähigkeit Diese Kompetenzentwicklung richtet sich nach dem Modell der Pädagogischen Unterrichtsentwicklung von Dr. Heinz Klippert (PSE). Diese
Kompetenzen werden mittels Trainingstagen als Input und anschließend als
integrativer Bestandteil des Unterrichts erworben. Die Verteilung der Trainingseinheiten soll nach
folgendem Plan erfolgen: Selbstständiges Lernen ist je nach Unterrichtsfach mehr oder weniger sofort möglich. Der Grundstock für selbstständiges Arbeiten muss in der 5. Schulstufe erst aufgebaut werden. Dies muss langsam und kleinschrittig erfolgen. Die zu erarbeitenden Stoffgebiete können mittels Lernspiralen, Stationenbetrieb, mittels unterschiedlichem Lernmaterial (Lerntypen sollen beachtet werden) oder mit Hilfe des PCs selbstständig erarbeitet werden.
Damit kann auch auf ein individuelles Lerntempo Rücksicht genommen werden. Ø Langzeitarbeiten der Schüler/inne/n in mehreren Fächern o Portfolioarbeit ab der 5. Schulstufe mit steigendem Schwierigkeitsgrad bis zur 8. Schulstufe Ø Eigener Zeitblock für offenes Lernen an einem Schultag pro Woche o Unterricht wird in Form einer Wandereinheit (Doppelstunde) organisiert Ø Spezielle Fördermaßnahmen durch gelegentliche Auflösung des Zweilehrer-systems. Das Ausmaß darf eine Wocheneinheit (36 Jahreseinheiten) nicht überschreiten. Ø In weiterer Folge soll ein Teil des Lehrstoffes in Form von Wochenplanarbeit durchgeführt werden. Beginn ab der 6. Schulstufe. Die Konkretisierung dieser Maßnahmen wird zweimal pro Semester koordiniert und nachvollziehbar dokumentiert. Ø Lernlabor: Aus den unterschiedlichsten Fachbereichen stehen den SchülerInnen Lernmaterialien zur Verfügung, die in den bereits angeführten Wanderstunden zur Bearbeitung gelangen. SchülerInnen haben die Möglichkeit, sich Materialien nach persönlichen Neigungen und Talenten zu wählen. Das Lerntempo ist dabei für jede/n SchülerIn individuell unterschiedlich. Die Überprüfung der Arbeit erfolgt durch Selbstkontrolle. Verpflichtend für den/die SchülerIn ist der Eintrag erledigter Aufgaben in einen Arbeitsplan. SchülerInnen erhalten am Ende jedes Semesters einen Leistungsnachweis über erfolgreich erledigte Aufgaben. Ø Persönlichkeits-Portfolio: Aufsteigend über alle vier Schulstufen wird ein Persönlichkeits-Portfolio von den Schüler/inne/n angelegt. Besondere Leistungen aus dem Schulbereich finden genauso Platz wie herausragende Talente und Begabungen aus allen Lebensbereichen. Ø In Form eines „Talentefaches“ sollen zukünftig fehlende Restzeiten – resultierend aus der 45-Minuten-Einheit seitens der SchülerInnen kompensiert werden. Ein Bildungspass dokumentiert die absolvierten Einheiten. Ø Fächerübergreifende Projekte, verbunden mit Exkursionen, Expertengesprächen, Ausstellungsbesuchen und den daraus resultierenden Dokumentationen. ·
Neue
Formen der Leistungsbewertung und Leistungsbeurteilung Ø In den Gegenständen M, D und E ist der Einsatz von Lernzielkatalogen zur individuellen Lernrückmeldung für alle Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Diese werden dem Zeugnis beigelegt. Ø Der Schulversuch „Hauptschule ohne Leistungsgruppen“ soll die Intentionen des gemeinsamen Lernens der Schülerinnen und Schüler unterstützen. Ø Schularbeiten werden differenziert bzw. mehrteilig (D und E) durchgeführt. Ø Beurteilungskriterien werden für alle Gegenstände auf der Homepage veröffentlicht. Ø Orientierung der Leistungsbeurteilung in D, M und E an den Bildungsstandards.
·
Kinder
- Eltern - Lehrer - Gespräche Zweimal pro Jahr erfolgt auf der Basis der Leistungsportfolios, der Standard-überprüfungen und der sonstigen Leistungsrückmeldungen eine differenzierende Leistungsbeschreibung für jeden Schüler/jede Schülerin. Diese Leistungsbeschreibung erfolgt in Form von Kinder - Eltern - Lehrer - Gesprächen. Dabei sollen die Schüler/innen eine entscheidende kommunikative Rolle spielen. Hier sollen auch Elemente des reflexiven Lernens umgesetzt werden. Ein Elternsprechtag im 2. Semester wird wie gewohnt abgehalten. ·
Aktive
Nahtstellenarbeit mit der Volksschule Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Lehrerressourcen wird in den 4. Schulstufe der Sprengelvolksschulen ein gemeinsamer Unterricht von VS- und HS-Lehrer/inne/n organisiert. Ziele dieser Maßnahmen: Ø Einblick für die SchülerInnen der Volksschule in die Sekundarstufe I – siehe auch Elternarbeit Punkt 5 Ø Wahl des Projektthemas in Absprache mit dem VS–Lehrer und Dokumentation in Form eines Portfolios Ø Information über Stärken und Fördernotwendigkeiten der zukünftigen Schüler-Innen Ø
Einsatz des voraussichtlichen
Klassenvorstandes zum gegenseitigen Kennenlernen 4.
Weitere
Schwerpunkte des Standortes im Bereich der Schulentwicklung und des
Unterrichts Über die konkreten Schwerpunktsetzungen im Bereich des Niederösterreichischen Schulmodells hinaus arbeitet die Schule an folgenden weiteren standortspezifischen Schwer-punktsetzungen. Ø Soziale Integration o Stunde für soziales Lernen in allen vier Schulstufen
o Peer-Mediation § Beschreibung - siehe Punkt 2 o Interkultureller Nachmittag § Kulinarisches und kulturelles Kennenlernen o Kennenlerntage der ersten Klassen
o Stop Littering
Ø Entwicklungen im naturwissenschaftlichen Bereich o Schulfreiraum, Schulgarten
o Chemische Übungen Ø Karitative Projekte o Sammelaktionen – Haiti im Rahmen der Schulausstellung usw. o Charity-Lauf Ø Teilnahme an Wettbewerben
Ø Erste Hilfe Kurse
Ø Berufspraktische Tage
Ø Berufsorientierung, Berufsinformation
Ø Projektwochen
Ø
Girls and
Boys Day Ø Schülerzeitung
(Werbeträger)
Ø Neue Medien o Elektronische Schultafeln: Ausstattung mit Tafeln in allen Klassen- und Funktionsräumen inklusive modernster Computersoftware und Unterrichts-programmen für diverse Gegenstände o 3 Informatikräume mit modernster Technik und Schulnetzwerk o Computerführerschein ECDL aufsteigend ab der 5. Schulstufe o Einsatz einer Lernplattform (LMS) als Kommunikations-, Aufgaben- und Informationstool Ø Begabungs- und Begabtenförderung o Mathematikolympiade o Angebot Begabtenakademie Ø Sprachenkonzept o Tschechisch – Freigegenstand o Französisch – Angebot Begabtenakademie am Standort Ø Schwerpunkt – Sportorientierung o Schulfußball, Schülerliga, Leistungsschwimmen, Rhythmische Gymnastik, Rugby Ø Schwerpunkt – Musische Erziehung o Chor und Orchester o Rhythmische Gymnastik o Tonkünstlerprojekt o Instrumentalunterricht durch die Musikschule Wagram am Standort Ø Verbindliche Formen der Elternarbeit - Jahresablauf o Elternabend für angemeldete SchülerInnen aus der 4. Volksschule - Juni o Sprechstunden – Lehreranwesenheit, Terminvereinbarung o KEL-Gespräche pro Semester - NMS o Tag der offenen Tür – Dezember o Besuchstag der 4. Klassen Volksschule in Grafenegg gemeinsam mit LehrerInnen und interessierten Eltern - Dezember o Besuch Elternabende in der Volksschule – Schulbahnberater, Direktor o Elternsprechtag – NMS nur 2. Semester o Schulfest |